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29.10.2023

Aktuelles, beispielhaft, Geschichte der Soziokultur, Netzwerk Soziokultur, Preis, Veranstaltung

Das halbe Jahrhundert war erst der Anfang

zum 50. Geburtstag feiert die börse Wuppertal mit einem vielfältigen Programm

Die börse ist ein Ort der Kultur – zum Genießen, zum Feiern, zum Lernen, um Menschen zu verbinden. Gegründet 1973, eröffnet 1974, feiert das soziokulturelle Zentrum nun in seinen 50. Geburtstag.

Die Wuppertaler börse ist ein Referenzort für die Soziokultur in Deutschland: Entstanden in einer Zeit, in der „Kultur für alle“ gefordert wurde, hat sie Hoch- und schwierige Zeiten erlebt: Zu den besten Zeiten gehören der richtig gut besuchte Wackeltreff, die Jazz- und Rockkonzerte, eine starke Gegenbewegung, als die Skinheads sich in der Republik breit machten, und viel Engagement und Teilhabe bei Themen wie Umweltschutz, Friedensbewegung und Feminismus. Zu den schwierigen Zeiten gehörten Kürzungen der Zuschüsse, der Brand des Gebäudes am Viehhof, die Klage eines Anwohners wegen Lärmbelästigung und die Pandemie, in der keine Veranstaltungen stattfinden durften und digitale Räume öffnen konnten.

Ein ganzes Jahr Geburtstag und Soziokultur feiern!

Um die vergangenen 50 Jahre zu feiern, aber auch, um die soziokulturelle Zukunft in Wuppertal zu gestalten, beginnt das Reinfeiern in den 50. Geburtstag der börse bereits ein Jahr vorher mit einer Auftaktveranstatung am Mittwoch, 8. November 2023 von 18:00-19:30 Uhr.

Podiumsdiskussion „100 Jahre Soziokultur? Die nächsten 50 Jahre!
mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und anschließendendem Gespräch der Gäste
Ina Brandes (Kulturministerin für NRW),
Daniela Schneckenburger
(Beigeordnete des Städtetags NRW),
Andreas Bialas (kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion),
Frank Jablonski
(kulturpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag),
Lukas Hegemann
als Geschäftsführer der börse und
Heike Herold
, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur NRW und Vorstandsmitglied des Bundesverband Soziokultur.

Moderation: Peter Grabowski, freier Journalist

Anmeldung bis 27.10.2023 über diesen Link.

Im Anschluss wird es dann – ganz nach börsen-Manier – wieder laut: Die Band Fehlfarben, deren Geschichte eng mit der börse verbunden ist, übernimmt am Abend den musikalischen Auftakt der Reihe „50 Bands gratulieren“.

Und im Laufe des Jahres geht die Geburtstagsfeier mit einem prallen Programm weiter. Am 16. November kehrt der Klassiker zurück. Der legendäre Wackeltreff feiert sein Comeback in einem neuen Gewand – und das von da an monatlich.

Auch die Menschenrechte haben Geburstag!

Einen wichtigen Geburtstag begehen auch die Menschenrechte: Sie werden in diesem Jahr 75 Jahre alt, was für die börse nicht nur ein Grund zum Feiern ist, sondern auch zum Gratulieren: Vom 8. bis zum 10. Dezember 2023 findet das Festival „Raise your Voice! 75 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ mit vielen Veranstaltungen im Bereich Kunst, Kultur und Engagement in der börse statt.

Die börse ist nicht allein in Wuppertal: In der Stadt verteilt gibt es weitere Orte, die eine ähnliche Arbeit leisten und die es vielleicht nur gibt, weil die börse vor 50 Jahren als Vorreiterin ihre Türen in Wuppertal geöffnet hat. Bei „5 Orte gratulieren“ bringen der Verein Kookaburra, der ort, Utopiastadt, Die Insel und Die Färberei der börse zum 50. Geburtstag Geschenke in Form von Veranstaltungen, verteilt über das Jahr, mit.

Einen weiteren Geburtstag und eine enge Verbindung mit der börse feiert das Heft „iTALien“, das selbst 40 Jahre alt wird und das es ohne die börse, bei der sich die Gründer kennengelernt haben, nie gegeben hätte. Die satirische Party steigt am 19. April 2024.

Die börse wird 50 – und das saHrische Programmhef iTALien feiert seinen 40. Geburtstag. Die Gründer haben sich in der börse kennengelernt. Dies ist die erste Ausgabe des Hefes.

Die börse wird 50 und das satrische Programmhef iTALien feiert seinen 40. Geburtstag. Die Gründer haben sich in der börse kennengelernt. Hier das Cover der ersten Ausgabe des Heftes.

 

Comedy, Kunst, Konferenz und Gala der Soziokultur

Weiter geht es mit Comedy und düsteren Witzen am 26. April 2024, wenn „Die große und ehrwürdige Jubiläums-Gala der börse* (*mit Humor)“ einen lustigen Abend verspricht, an dem Jan Philipp Zymny, Sascha Thamm, Patrick Salmen, Sandra da Vina und David Grashoff die börse zum Lachen bringen.

Im Sommer 2024 wird es dann richtig bunt in und an der börse: Mit einem Urban Arts- und einem geplanten Improvisationstheater-Festival wird die Kunst gefeiert. Und zwar mit einer neu gestalteten Fassade an der Wolkenburg und viel Abwechslung auf der Bühne.

Das Geburtstagsjahr endet mit einem Knall: Mit einer großen, feierlichen, abwechslungsreichen Gala der Soziokultur am 8. November 2024, der eine Konferenz zur Zukunft soziokultureller Zentren in Deutschland vorausgeht.

Essay-Wettbewerb „50 Jahre Soziokultur – praktisch theoretisch?!“

Und weil das Publikum, die Gäste, und alle, die sich in der börse einbringen, ihr Herz sind, gibt es im Laufe des Geburtstagsjahres auch noch einige Mitmach-Aktionen. Bei einem Medienwettbewerb dürfen die Besucher*innen ihre Lieblingserinnerungen an die börse teilen, bei einem Essay-Wettbewerb werden Texte gesucht, die unter dem Thema „50 Jahre Soziokultur – praktisch theoretisch?!“ verfasst werden. Eine fachkundige Jury, zu der u. a. der Bundesverband Soziokultur zählt, prämiert im Herbst 2024 drei Texte mit einem Preisgeld.

Eine besondere Form der Beteiligung werden die börsen-Aktien, gestaltet von regionalen Künstler*innen, die von börsen-Unterstützer*innen erworben werden können. Und schließlich wird es noch eine Mitglieder-Kampagne geben, mit der der börsen-Verein gestärkt werden soll.

Die börse hat im Laufe ihres Geburtstagsjahres viel vor – wie es in den vergangenen 50 Jahren eben auch war. Menschen zu verbinden, ihnen unvergessliche Erlebnisse zu bereiten, die Welt zu verändern – all das wird die börse auch in Zukunft tun. Das erste halbe Jahrhundert war bloß der Anfang, verspricht das börsen-Team.

Text: Alina Komorek

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