standard-logo

14.09.2023

#STRATEGIEN, Aktuelles, Digitalisierung, ländliche Räume, Magazin SOZIOkultur, Porträt, Streifzüge durch die Soziokultur

Fahrendes Kunst- und Designlabor

Das FABMOBIL bringt Kulturangebote die ländlichen Regionen Sachsens

Von: Kathrin Weigel

Big and black – das Fabmobil  ist da: ein großer schwarzer Doppeldeckerbus mit „Raum für angewandte Zukunft“, so steht in großen Lettern darauf. Wo Kulturangebote selten sind, wo es kaum Projekte für junge Leute und keine lebendige Szene gibt, da kommt es hin – mobil und dezentral in die ländlichen Regionen Sachsens.

Ein Bus? Technologiewerkstatt, Kunst-, Kultur- und Zukunftslabor

Das Fabmobil des Constitute e.V. ist ein faszinierendes Projekt mit Modellcharakter, das als Technologiewerkstatt und Kunst-, Kultur- und Zukunftslabor fungiert. Der Bus ist mit Digitaltechnik und Werkzeugmaschinen ausgestattet und bietet Workshops für Menschen aller Altersgruppen, insbesondere für Jugendliche, an. Er verfügt über zwei Etagen, die Platz für Experimente, Projektarbeit und Inspiration bieten. Vermittelt werden kreative Technologien wie 3D-Druck, Virtual Reality, Robotik und Programmierung.

Digitale Bildung im Fabmobil

Dabei wird Wert auf spielerische Vermittlung und praktische Anwendung gelegt und gezeigt, welches kreative Potenzial in Computern und Smartphones steckt. Ob 3D-Technik mit Kameras, Scannern oder Druckern, ob Robotik oder das Programmieren eigener Beats – Anfänger*innen und Fortgeschrittene entwickeln ein tieferes Verständnis für digitale Möglichkeiten. Durch die Kombination von jugendlichem Enthusiasmus und dem Wissen erfahrener Expert*innen entsteht ein generationenübergreifender Lernprozess. Mitarbeiter*innen müssen dabei nicht nur Technik-Freaks sein, sondern auch einen Busführerschein besitzen.

Die Gründer des Fabmobils sind Sebastian Piatza, Produktdesigner, und Christian Zöllner, Professor für Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die beiden Ostsachsen sind der Oberlausitz immer verbunden geblieben und so hat das Fabmobil in den ländlichen Räumen Ostsachsens seinen Ursprung.

Mobile Stärkung für ländliche Regionen

Die Kosten für den ausrangierten Tourbus und dessen Reparatur sowie für die Technik wurden über Fördermittel getragen. Förderer waren unter anderem die Kulturstiftungen des Bundes und des Freistaates Sachsen, zwei Sächsische Staatsministerien, etliche weitere Stiftungen wie u. a. die Drosos Stiftung und der Europäische Struktur- und Investitionsfonds. Hinzu kommen Sponsor*innen.

Das Fabmobil trägt so zur Stärkung der ländlichen Regionen bei – und zeigt, dass die Zukunft nicht nur in den Städten liegt.

 

Dieser Beitrag ist erschienen in der SOZIOkultur 3/2023 Strategien

Autor*innen

  Kathrin Weigel Büroleitung, Leitung der Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement im Landesverband Soziokultur Sachsen.

Ähnliche Artikel

 

30.07.2026

Aktuelles, Netzwerk

 „Kulturszene 2026“ erschienen

Wie gelingt Beteiligung? Wo finden Menschen Räume, in denen sie Kultur aktiv mitgestalten können? Und was entsteht, wenn junge Menschen ihre eigenen Ideen verwirklichen? Die 26. Ausgabe des Magazins „Kulturszene“ des Fonds Soziokultur widmet sich der kulturellen Beteiligung und stellt [...]

Mehr lesen
 

09.07.2026

Aktuelles, Allzeitorte, Demokratie

Allzeitorte Projekte starten

Die Bewerbungsphase für das Programm Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen endete am 15. Mai 2026. Inzwischen hat die Jury 15 Vorhaben ausgewählt, die in die viermonatige Konzeptionsphase starten. Die 15 Allzeitorte Projekte Diese 15 Projekte haben nun Zeit, um vor Ort in [...]

Mehr lesen
 

07.07.2026

Aktuelles, Allzeitorte, Demokratie, Dritte Orte

Inspirierender Auftakt: Allzeitorte Webtalkreihe gestartet

Am 17. Juni 2026 fand der Auftakt unserer Reihe Allzeitorte Webtalk | Wir sprechen uns statt. Er zeigte, wie wertvoll der Austausch untereinander ist, und wie viel wir voneinander lernen können. In unserem ersten Webtalk ging es um das Thema: [...]

Mehr lesen