standard-logo

17.07.2024

Aktuelles, Kulturpolitik, Landesverbände, Verbandsnachrichten

Geht doch! Hamburg geht als Role Model für die Soziokultur voran

Neuer Amtsleiter kündigt Tarifanpassungen und Inflationsausgleich an

Von: Inken Kiupel

Zum 40-jährigen Geburtstag der Zinnschmelze in Hamburg machte Markus Pitz, neuer Amtsleiter der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, der Soziokultur eine beeindruckende Ankündigung: Ab 2025 seien im städtischen Haushalt Gelder für Tarifanpassungen und Inflationsausgleich für die Mitarbeitenden der Soziokultur reserviert. Dabei handelt es sich nicht um ein Geschenk zum Jubiläum, sondern um eine Anerkennung der Leistungen dieser Szene, die vom Dachverband Stadtkultur Hamburg und seinen Mitgliedern intensiv vorbereitet wurde. Nach Entscheidung im Parlament könnte es nächstes Jahr schon losgehen.

Quantensprung: institutionelle Förderung, Tarifanpassungen und Inflationsausgleich für Soziokultur

Bei der Podiumsdiskussion in der Zinnschmelze wertete Heike Herold, Geschäftsführerin von Soziokultur NRW und Vorständin des Bundesverband Soziokultur, die Entwicklung als echten Quantensprung. Nicht nur, dass der Stadtstaat Hamburg die Soziokultur ohnehin schon institutionell fördert, jetzt werden Tarifanpassungen, Inflationsausgleich und Neueingruppierungen der Stellen vorbereitet.

Die Länder Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen und Sachsen kümmern sich ebenfalls strukturell um soziokulturelle Einrichtungen, die niedrigschwellige Angebote zur kulturellen Teilhabe machen, gesellschaftspolitisches Lernen und demokratisches Verhalten in und um ihre Häuser für Begegnung fördern. In NRW macht sich Soziokultur NRW seit Langem stark für eine strukturelle Förderung der soziokulturellen Zentren. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW befürwortet dieses Fördermodell auch, begründet das Aussetzen der Einführung allerdings mit der Haushaltslage.

Lustvolle Debatte über Ehrenamt, Inklusion, Diversität, Demokratiearbeit, Generationswechsel

Auf dem Podium diskutierten aus Hamburg Markus Pitz, Amtsleiter Behörde für Kultur und Medien, Kulturmanagerin Ana Amil und Moderator Elmar Lüth. Heike Herold, Geschäftsführerin von Soziokultur NRW und Vorständin des Bundesverband Soziokultur, war aus Münster angereist. Die Panelist*innen verhandelten zusammen mit dem Publikum lustvoll und lebendig über die Verantwortung ehrenamtlicher Vorstände, den Generationenwechsel in der Soziokultur, inklusive künstlerische Angebote, Diversität und die hohe Bedeutung der demokratierelevanten Arbeit in der Soziokultur.

Autor*innen

  Inken Kiupel Kommunikation Soziokultur NRW inken.kiupel@soziokultur-nrw.de

Ähnliche Artikel

 

30.07.2026

Aktuelles, Netzwerk

 „Kulturszene 2026“ erschienen

Wie gelingt Beteiligung? Wo finden Menschen Räume, in denen sie Kultur aktiv mitgestalten können? Und was entsteht, wenn junge Menschen ihre eigenen Ideen verwirklichen? Die 26. Ausgabe des Magazins „Kulturszene“ des Fonds Soziokultur widmet sich der kulturellen Beteiligung und stellt [...]

Mehr lesen
 

29.07.2026

Landesverbände

Fachtag Soziokultur Sachsen: Stärken, was uns trägt

Am 17. und 18. Juni 2026 lud der Landesverband Soziokultur Sachsen zum Fachtag „JETZT. Stärken, was uns trägt.“ nach Hoyerswerda ein. Vor dem Hintergrund aktueller kulturpolitischer Entwicklungen – von der Novellierung des Kulturraumgesetzes bis zur zunehmenden Politisierung von Kulturförderung – [...]

Mehr lesen
 

28.07.2026

Kulturpolitik, Landesverbände

Modellprojekt zeigt Wirkung von Strukturförderung

Ehrenamt koordinieren, neue Finanzierungsmodelle entwickeln, das Publikum zurückgewinnen oder die eigene Organisation weiterentwickeln – viele Aufgaben soziokultureller Einrichtungen finden jenseits einzelner Projekte statt. Gefördert werden bislang jedoch meist Projekte oder Investitionen, nicht aber die Strukturen, die kulturelle Arbeit dauerhaft ermöglichen. [...]

Mehr lesen