Wie verändert Digitalität die soziokulturelle Arbeit? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für Quartierarbeit, Gemeinwesenarbeit sowie offene Kinder- und Jugendarbeit?
Mit der Praxisbroschüre „Digitalität und Soziokultur“ liegt eine Publikation vor, die diese Fragen systematisch aufgreift. Erarbeitet wurde sie von Simone Tappert von der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in der Schweiz und Eike Rösch vom Verein Radarstation im Zusammenspiel von Praxisaustausch, wissenschaftlicher Recherche und Workshops mit Fachpersonen.
Die Broschüre versteht Digitalität nicht als Zusatzaufgabe, sondern als integralen Bestandteil soziokultureller Praxis und Lebenswelten. Sie vermittelt ein grundlegendes Verständnis von Digitalität in der Soziokultur und beleuchtet Aufgaben, Chancen und Herausforderungen digitaler Arbeit. Dabei geht es unter anderem um Fragen der Teilhabe, der Kommunikation, der Organisationsentwicklung sowie um Anforderungen an Fachpersonen.
Ergänzt wird die fachliche Einordnung durch praxisnahe Empfehlungen zu Datenschutz, Ethik und digitaler Inklusion, Methoden zur Bedarfsermittlung, Checklisten und zahlreiche Beispiele aus der Praxis. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der strategischen Verankerung von Digitalität in soziokulturellen Einrichtungen.
Die Publikation ist im Schweizer Kontext entstanden, bietet jedoch viele fachliche Impulse und Ansätze, die auch für die Soziokultur in Deutschland anschlussfähig sind. Sie richtet sich an Fachpersonen, Leitungen und Trägerschaften und eignet sich sowohl als Arbeitsgrundlage als auch zur konzeptionellen Weiterentwicklung.


