standard-logo

11.11.2025

Aktuelles, Landesverbände, Nachhaltigkeit, Qualifizierung

Weiterbildung für Nachhaltigkeitsmanagement gestartet

Rheinland-Pfalz setzt bundesweite Qualifizierungsreihe fort

In Rheinland-Pfalz ist als zweites Bundesland nach Mecklenburg-Vorpommern die Weiterbildung für Nachhaltigkeitsmanagement in Kultureinrichtungen im Rahmen der bundesweiten Qualifizierungsreihe des Bundesverbands Soziokultur gestartet.

Die Weiterbildung richtet sich an Kulturschaffende in kulturellen Einrichtungen, die das Thema Nachhaltigkeit in ihrer Einrichtung systematisch voranbringen wollen. Sie wird vom Landesverband Soziokultur & Kulturelle Bildung Rheinland-Pfalz e. V. in Kooperation mit dem Bundesverband Soziokultur durchgeführt und durch das Kulturministerium Rheinland-Pfalz gefördert.

„Nachhaltigkeit ist ein zentraler Baustein kultureller Entwicklung und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit der Fortbildungsreihe investieren wir in die Zukunft unserer Kultur. Sie gibt den Kultureinrichtungen das Wissen und die Werkzeuge an die Hand, um langfristig wirksam und ressourcenschonend zu arbeiten.“ Kulturministerin Katharina Binz.

Über einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten erarbeiten die Teilnehmenden in sieben Modulen praxisnah, wie sie ökologische Verantwortung in ihren Einrichtungen verankern können. Das erste und ein weiteres Modul finden in Präsenz statt, die übrigen digital.

Die Module verbinden Inhalte der Betriebsökologie, Themen der Organisationsentwicklung und praktische Ansätze zur Implementierung von Nachhaltigkeit. Grundlage ist der Maßnahmenkatalog des Projekts „Ökologische Standards für die Soziokultur“, der die anerkannten Kriterien für „grüne“ Kultureinrichtungen und nachhaltige Veranstaltungen bündelt (u. a. Blauer Engel, Österreichisches Umweltzeichen, Ecorider, Green Shooting, BMU-Leitfaden).

Zwischen den Modulen bearbeiten die Teilnehmenden Aufgaben, die auf die Erstellung einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie abzielen. Eine monatliche Sprechstunde bietet Gelegenheit, individuelle Fragen zu klären.

„Viele Einrichtungen wollen nachhaltiger arbeiten, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Die Fortbildung bietet Orientierung, konkrete Handlungsansätze und den Raum für Austausch und Vernetzung.“ Britta Lins vom Landesverband Soziokultur & Kulturelle Bildung Rheinland-Pfalz e.V.

Die Fortbildung wird geleitet von Franziska Mohaupt, Expertin für Nachhaltigkeitsmanagement und Organisationsentwicklung in Kultureinrichtungen. Sie begleitet die Teilnehmenden über den gesamten Zeitraum und vermittelt fundierte Methoden, um Nachhaltigkeit systematisch in Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen zu integrieren.

Ziel der Weiterbildung ist, dass jede Einrichtung eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und sich ein vertrauensvolles Netzwerk bildet, das über die Laufzeit hinaus wirkt.

Ähnliche Artikel

 

23.10.2026

Kulturpolitik, Landesverbände

Freie Kulturarbeit in Thüringen unter Druck

Thomas Putz von der LAG Soziokultur Thüringen sieht im Gespräch mit dem Kultur- und Veranstaltungsmagazin t.akt die freie Kulturarbeit im Land unter Druck. Einrichtungen kämpfen mit Kürzungen, unsicheren Förderstrukturen und politischen Angriffen. Der Eindruck sei, dass die aktuelle Landesregierung dem [...]

Mehr lesen
 

13.10.2026

Nachhaltigkeit

Crowd Impact: Mobilitätsdaten bei Veranstaltungen erfassen

Die An- und Abreise des Publikums ist ein wichtiger Faktor für die Klimabilanz von Veranstaltungen. Mit Crowd Impact können Veranstalter*innen das Mobilitätsverhalten ihrer Besucher*innen erfassen und auswerten. Das Tool ermöglicht, Angaben zu Verkehrsmitteln und Anreisewegen unkompliziert zu erheben und die [...]

Mehr lesen
 

28.09.2026

Landesverbände

Sachsen: Landeskulturverbände warnen vor Kürzungen

Die Interessengemeinschaft der Landeskulturverbände Sachsen warnt vor erheblichen Folgen der geplanten Kürzungen im sächsischen Kulturhaushalt. Im laufenden parlamentarischen Verfahren zum Doppelhaushalt 2027/2028 fordert sie Nachbesserungen, um kulturelle Infrastruktur und kulturelle Teilhabe im Freistaat zu sichern. Zu den zentralen Forderungen gehören [...]

Mehr lesen