standard-logo

09.05.2024

Aktuelles, Förderung, Nachhaltigkeit, ÖMI

Vom Konzept zum Standard – die Phasen des Projektes ÖMI

Die Planung des Projektes „Ökologische Mindeststandards für die Soziokultur“ baut auf zwei Prämissen auf.
1. Standards orientieren sich an dem, was bereits da ist. So bilden Leitfäden der Betriebsökologie aus anderen Bereichen, Umfragen zu Nachhaltigkeitsaktivitäten im Kulturbereich und aktuelle Diskussionen die Basis für die Mindeststandards.
2. Standards sind dann wirksam, wenn sie bekannt und akzeptiert sind. Deshalb geht das Projektteam von Anfang an in den Austausch. Gespräche mit Verbänden, die ähnliche Prozesse durchlaufen (haben), wie auch mit einzelnen soziokulturellen Einrichtungen und Akteuren aus den Bereichen Nachhaltigkeitsmanagement, Beratung und Politik führen hier zum Ziel.
 

Diese beiden Prämissen im Handgepäck, durchläuft das Projekt drei Phasen, die aufeinander aufbauen. 

Die drei Phasen des Projektes ÖMI

Konzeptionsphase

In dieser Phase des Vorhabens legt das Projektteam den konzeptionellen und inhaltlichen Rahmen für die Standards fest. Antworten auf folgende Fragen werden formuliert.

  • Wie soll der Standard aufgebaut sein? 
  • Welche Anforderungen sind bereits in bestehenden Standards formuliert? 
  • Nach welchen Prinzipien sollen die Themen sortiert werden? 
  • Welche Handlungsfelder werden berücksichtigt? 
  • Wie entsteht eine sinnvolle Struktur für den Bereich Programm, der in der Soziokultur so vielfältig ist? 

Dafür wertet das Team des Bundesverbands aktuelle Standards, Informationsmaterialien, Best Practices und Codes of Conduct im Kulturbereich aus. Anschließend bereitet es die Ergebnisse für das Vorhaben auf und leitet daraus Vorschläge für die Formulierung ökologischer Mindeststandards und geeigneter Indikatoren ab. Diese widerum diskutiert das Team im Rahmen von Online-Konsultationen und Workshops mit kulturellen Akteuren.

Erprobungsphase 

Wie gelingt es, ökologische Maßnahmen und Standards im laufenden Betrieb systematisch umzusetzen? Diese Frage bearbeitet das Projektteam gemeinsam mit ausgewählten soziokulturellen Einrichtungen, die einzelne oder mehrere der Mindeststandards in ihrer Einrichtung einführen. Dabei werden sie vom Projektteam fachlich begleitet und mit Blick auf Fragen zum Implementierungsprozess beraten. Die Modelleinrichtungen liefern eine wertvolle Rückmeldung zu Ansätzen und Herausforderungen bei der Einführung der Standards. Ausgewählt werden die Einrichtungen so, dass sie die Diversität der Soziokultur abbilden und möglichst alle Formate abdecken. 

Auswertung und Transfer 

Das Vorhaben wird sich daran messen lassen, wie gut es während der Entwicklung der Standards und der anschließenden Verbreitung die kulturellen Akteure erreicht. Ein guter Indikator für ein erfolgreiches Projekt ist, dass sich bereits während der Projektlaufzeit viele Einrichtungen auf den Weg machen und sich durch den Verband begleiten lassen.

Das Projekt möchte zeigen, dass ein Mindestmaß an Betriebsökologie machbar ist. Es soll vermitteln, welcher Aufwand notwendig ist, um die ökologischen Mindeststandards einzuhalten. Konsultation während Phase 1 und 2 und die Vermittlung der Ergebnisse in Phase 3 gehören daher zu den Kernaufgaben. Das Team nimmt Feedback der Praxisakteure auf und überarbeitet die Standards. Ziel ist es, finale Produkte zu veröffentlichen und über Online-Formate, Veranstaltungen und Vorträge gezielt zu vermitteln. Eine zentrale Abschlusskonferenz zum Projektende präsentiert und diskutiert die Ergebnisse. Damit öffnet sich einmal mehr der Raum zum Austausch mit besonderem Fokus auf Fragen zur Überprüfung der Einhaltung von Standards und der Ausgestaltung von Zertifizierung.  

Ähnliche Artikel

 

09.07.2026

Aktuelles, Allzeitorte, Demokratie

Allzeitorte Projekte starten

Die Bewerbungsphase für das Programm Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen endete am 15. Mai 2026. Inzwischen hat die Jury 15 Vorhaben ausgewählt, die in die viermonatige Konzeptionsphase starten. Die 15 Allzeitorte Projekte Diese 15 Projekte haben nun Zeit, um vor Ort in [...]

Mehr lesen
 

07.07.2026

Förderung, Kulturpolitik

Bürokratieabbau in der Kulturförderung

Der Deutsche Kulturrat hat in seiner Stellungnahme „Vertrauen statt Misstrauen: Durch Bürokratieabbau Ressourcen in der Kultur freisetzen“ vom 25. Juni 2026 konkrete Vorschläge für die Modernisierung des Zuwendungsrechts auf Bundesebene formuliert. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der Vorrang der Festbetragsfinanzierung, [...]

Mehr lesen
 

07.07.2026

Aktuelles, Allzeitorte, Demokratie, Dritte Orte

Inspirierender Auftakt: Allzeitorte Webtalkreihe gestartet

Am 17. Juni 2026 fand der Auftakt unserer Reihe Allzeitorte Webtalk | Wir sprechen uns statt. Er zeigte, wie wertvoll der Austausch untereinander ist, und wie viel wir voneinander lernen können. In unserem ersten Webtalk ging es um das Thema: [...]

Mehr lesen