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29.06.2026

Aktuelles, Kulturpolitik

Fortsetzung von „Kultur macht stark“ jetzt sichern

Der Deutsche Kulturrat fordert die Bundesregierung auf, rechtzeitig die Voraussetzungen für eine weitere Förderperiode des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ zu schaffen. Im Bundeshaushalt 2027 müssten dafür Mittel mindestens in bisheriger Höhe bereitgestellt und die Finanzierung ab 2028 abgesichert werden.

Die dritte Förderperiode von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ endet 2027. Damit das erfolgreiche Bundesprogramm ohne Unterbrechung fortgesetzt werden kann, müssen die Förderrichtlinie und die Ausschreibung für eine neue Förderperiode noch 2026 auf den Weg gebracht werden. Das fordert der Deutsche Kulturrat in einer aktuellen Stellungnahme.

Kulturelle Teilhabe bundesweit ermöglichen

Seit dem Start im Jahr 2013 eröffnet „Kultur macht stark“ Kindern und Jugendlichen, die bislang nur wenige Zugänge zu außerschulischen Bildungsangeboten haben, Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe. Nach Angaben des Deutschen Kulturrates werden rund 90 Prozent der Angebote von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen, die ansonsten nicht an der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung teilnehmen.

Das Programm ist bundesweit vertreten: Seit seinem Beginn wurden in 99 Prozent aller Kreise und kreisfreien Städte Bündnisse für Bildung unterstützt. Knapp 37 Prozent der Projekte werden in ländlichen Räumen angeboten.

Umgesetzt wird das Programm durch bundesweit tätige Programmpartner. Sie leiten die Fördermittel an lokale Bildungsbündnisse außerschulischer Bildungsträger weiter, an denen mindestens drei Partner beteiligt sind. Die Programmpartner übernehmen die inhaltliche Auswahl der lokalen Bildungsbündnisse und deren verwaltungstechnische Betreuung.

Fortsetzung im Bundestag beraten

Am 10. Juli 2026 hat der Deutsche Bundestag über die Zukunft von „Kultur macht stark“ beraten. Anlass war ein Antrag der Fraktion Die Linke, das Programm dauerhaft abzusichern und weiterzuentwickeln. In der Debatte bestand grundsätzlich Einigkeit darüber, dass „Kultur macht stark“ fortgeführt werden soll. Vertreter von CDU/CSU und SPD erklärten, die Vorbereitungen für eine weitere Förderperiode liefen bereits. Zugleich wurde über die künftige Finanzierung und die verlässliche Ausgestaltung des Übergangs nach 2027 diskutiert.

Der Antrag wurde zur weiteren Beratung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Federführend ist der Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend; der Ausschuss für Kultur und Medien ist beteiligt.

Zur Pressemitteilung des Deutschen Kulturrates

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