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04.03.2022

Aktuelles, Pressemitteilung

Zivilgesellschaft in der Ukraine unterstützen und Willkommenskultur vorbereiten

Von: Jennifer Tharr

Soziokulturelle Zentren und Initiativen in Deutschland bereiten sich auf Geflüchtete aus der Ukraine vor. Der Bundesverband Soziokultur unterstützt die Netzwerk- und Spendeninitiative von MitOst e.V.

Wie unfassbar mutig eine starke Zivilgesellschaft sein kann und wie grausam und rückwärtsgewandt ihr Fehlen, sehen wir fassungslos seit dem 24. Februar in der Ukraine und Russland. Menschen kämpfen um den Preis ihres Lebens für Freiheit und Demokratie – und das in Europa, von dem wir dachten, es sei einen entschiedenen Schritt weiter, freier, sicherer.

Wir sind geschockt und betroffen über die Verbrechen, die in der Ukraine geschehen und verurteilen den Angriffskrieg Wladimir Putins aufs Schärfste wie auch die Repressionen gegen das Aufbegehren der Zivilgesellschaft in Russland selbst.

Die Aktivierung und Stärkung der Zivilgesellschaft durch kulturelle Teilhabe ist das erklärte Ziel der Soziokultur in Deutschland. Derzeit finden bundesweit zahlreiche kulturelle Aktionen zur Solidaritätsbekundung und Spendensammlung statt. Vor allem bereiten sich die soziokulturellen Zentren und Initiativen mit ihrer langjährigen Erfahrung im Aufbau einer Willkommenskultur auf die Ankunft der geflüchteten Ukrainer*innen vor. Die Türen sind geöffnet für die Phase der Ankunft, der Orientierung, sie werden Orte des Austauschs und der nötigsten Bedarfe sein, der Kinderbetreuung und Sprachkurse. Sie werden eine Verbindung zur Nachbarschaft herstellen und gemeinsam ein Zusammenleben gestalten.

Soziokultur ist aktive Zusammenarbeit, Kooperation und Netzwerk. Deshalb möchten wir an dieser Stelle auf eine wichtige Initiative aus unserem Partnernetzwerk aufmerksam machen:

MitOst e.V. koordiniert die gemeinsamen Bemühungen zivilgesellschaftlicher Organisationen vor Ort, um die Sicherheit der Menschen, den Schutz, die Evakuierung und die Bereitstellung von Notunterkünften direkt zu unterstützen. Dazu gehören die Überbrückung von Kommunikationswegen, die Lenkung finanzieller Unterstützung, Bedarfsanalysen und die Verknüpfung von Netzwerken und Hilfsangeboten.

MitOst ist seit über zwei Jahrzehnten in der Ukraine aktiv und Teil eines starken, dezentralen Netzwerks unabhängiger Initiativen, engagierter Fachleute und sektorübergreifender Akteur*innen, die in den Bereichen Demokratie und Menschenrechte, Kunst und Kultur, kulturelle Bildung und Medien tätig sind. Derzeit sind über 80 Organisationen und 400 Einzelpersonen in diesem Netzwerk aktiv.

Durch Vernetzung und Spenden kann das Projekt unterstützt werden:
https://www.mitost.org/ukraine/

Ebenso sei auf das Netzwerk elinor verwiesen, das über eine einfache Registrierung Übernachtungsplätze für Geflüchtete aus der Ukraine koordiniert und vermittelt:
https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/

Vielen Dank für Ihre und Eure Unterstützung!

Autor*innen

  Jennifer Tharr Kulturpolitische Sprecherin jennifer.tharr@soziokultur.de

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