Im Begegnungs-Workshop "Ins Gespräch mit der Nachbarschaft" haben wir einen Blick darauf geworfen, wie wir Menschen erreichen können, die unseren Angeboten sonst fernbleiben. Dazu probierten wir eine alternative Methode der Ansprache aus: die Aktivierende Befragung.
Wir haben uns mit der strategischen Einbettung von Aktivierenden Befragungen in einen Community-Organizing-Prozess beschäftigt, in dem es darum geht, ganz diverse Gruppen von Menschen einzubinden, auch wenn diese normalerweise Interaktionen miteinander meiden. Anschließend testeten wir im Szenarientraining Aktivierende Befragungen in wechselnden Rollen.
Dabei stießen wir auf folgende Erkenntnisse:
- Wir können Menschen über Beziehungsarbeit erreichen, die durch Diskussionen nicht mehr erreichbar sind.
- Es gibt viele Menschen, die nicht von allein zu unseren Angeboten kommen, die aber mit durchdachter aufsuchender Ansprache zu gewinnen sind.
- Menschen sind selbst an ihrer Haustür viel gesprächsbereiter, als erwartet: Der Dreh ist, zunächst zuzuhören und zu verstehen, und danach erst zu reagieren.
Die Eigeninteressen von Menschen ins Zentrum zu rücken, öffnet neue Zugänge. Es lohnt sich vom "Die sollen etwas bei uns lernen." zu "Wir helfen dabei, dass sie etwas Konkretes erreichen können, das Ihnen wichtig ist und dabei ermöglichen wir positive neue Erfahrungen mit anderen Menschen." zu kommen.
Text: Martin Pagel


