Im Workshop haben wir Erfahrungen zu gelungener Begegnung gesammelt und Ansätze aus Forschung und Praxis geteilt. Besonders bereichernd war die Vielfalt der Teilnehmenden: einige mit langjähriger Erfahrung, andere am Beginn ihrer Arbeit, einige mit konkreten Projekten, wie die Umgestaltung eines alten Rathauses zu einem Begegnungsort, und andere mit neuen Ideen für Begegnungsformate. Impulse kamen aus der Forschung von More in Common: Es wurde deutlich, dass nicht alle in Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen Sicherheit empfinden – 58 Prozent haben Schwierigkeiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die anders sind als sie, 46 Prozent gehen Diskussionen mit anderen Menschen so gut es geht aus dem Weg.
Zudem haben wir Praxistipps für erfolgreiche Begegnungsarbeit an Alltagsorten anhand von Beispielen diskutiert: Orientierung an den tatsächlichen Bedürfnissen und Anliegen der Menschen vor Ort, Schaffung von Vertrauen und Sicherheit über vertraute Orte und Menschen, Betonung von Gemeinsamkeiten, Transparenz über Organisation und Ziele, gerade mit Blick auf weniger gut eingebundene Personen, sowie ungezwungene Formate mit Leichtigkeit und Spaß. Die Diskussion hat zudem gezeigt, dass Begegnung vor allem dann gelingt, wenn sie einen praktischen Mehrwehrt für die Menschen bietet, Angebote kostenfrei und leicht zugänglich sind, wenn wichtige lokale Begegnungsorte erhalten und genutzt werden und zentrale Partner vor Ort mit eingebunden werden.
Text: Inga Gertmann


