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02.03.2026

Allzeitorte, Pressemitteilung

Förderprogramm „Allzeitorte“ startet neu – bis zu 140.000 Euro für lokale Demokratieprojekte

Der Bundesverband Soziokultur e.V. und die Robert Bosch Stiftung GmbH legen das Förderprogramm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ neu auf. Die wichtigste Neuerung: Projekte werden künftig mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren und einer Fördersumme von bis zu 140.000 Euro unterstützt. Ziel ist es, Demokratie an alltäglichen Orten nachhaltig zu verankern. Dafür fördert das Programm Kooperationen zwischen Akteuren der Soziokultur, der politischen Bildung und einem lokalen Alltagsort. Bewerbungen sind bis zum 17. Mai 2026 möglich.

„Mit unserem Programm Allzeitorte stärken wir genau die Orte, die die Demokratie braucht, um lebendig zu sein – vom Nachbarschaftstreff über das Schwimmbad bis zur Suppenküche. Damit Menschen sich beteiligen, braucht es Vertrauen und starke Beziehungen. Deshalb geben wir in der neuen Programmphase bewusst mehr Zeit für diese kontinuierliche Arbeit vor Ort. Wir sind überzeugt: Demokratie wird dort widerstandsfähig, wo Menschen erleben, dass sie ihr eigenes Umfeld mitgestalten und etwas bewirken können“, sagt Antje Scheidler, Teamleiterin Demokratie bei der Robert Bosch Stiftung.

An diesen Allzeitorten, an denen Menschen verschiedener Hintergründe zusammenkommen, sollen langfristige Räume für Austausch und Mitgestaltung entstehen. Die verlängerte Förderdauer ist eine gezielte Reaktion auf die Erfahrungen aus der Pilotphase und soll den Projekten den nötigen Rahmen für eine nachhaltige Beziehungsarbeit vor Ort geben.

„Im Programm Allzeitorte kommen die Kompetenzen der Soziokultur voll zum Tragen. Soziokulturelle Zentren und Initiativen bieten Räume demokratischer Begegnung, Teilhabe und Selbstwirksamkeit. Gemeinsam mit der politischen Bildung wollen wir diese Expertise nutzen, um Alltags- und Freizeitorte weiterzuentwickeln und neue Zielgruppen zu erreichen“, sagt Kristina Rahe, kulturpolitische Geschäftsführerin des Bundesverbands Soziokultur.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig: Eine Jury wählt zunächst 15 Einreichungen aus. Diese Teams erhalten 6.000 Euro sowie professionelle Beratung, um ihre Projektskizze von Juli bis November 2026 zu einem tragfähigen Konzept auszuarbeiten. Im Dezember 2026 entscheidet die Jury, welche sieben Projekte von Januar 2027 bis September 2029 in die Umsetzung gehen.

Der Jury gehören Inga Gertmann (More in Common Deutschland), Sevgi Demirkaya (Kulturbunker Köln-Mülheim), Johannes Dietrich (Allzeitort „Kleider.Machen.Leute“ aus der Pilotphase, Königstein), Georg Pirker (Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V.), Isidora Randjelović (RomaniPhen e.V.), Merve Selek (Kubus e.V.) und Benjamin Schwarz (part GmbH für digitales Handeln) an.

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