Seit zehn Jahren bringt die Häselburg in Gera Kunst, Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement unter einem Dach zusammen. Zum Jubiläum hat der Kulturjournalist Carsten Probst das Haus für Deutschlandfunk Kultur begleitet.
Der Beitrag erzählt, wie aus einem leer stehenden Gebäudekomplex ein lebendiger Kulturort mit Ateliers, Werkstätten, Proberäumen, einer Galerie und Platz für unterschiedliche Initiativen entstanden ist. Zugleich zeigt er, unter welchem Druck die Häselburg arbeitet. Mitarbeitende berichten von Anfeindungen und einer zunehmend angespannten Atmosphäre in der Stadt. Hinzu kommt die Frage, wie unabhängige Kulturorte dauerhaft finanziert und politisch gestärkt werden können.
Ihre Bedeutung liegt, so eine zentrale Beobachtung des Beitrags, nicht vor allem in überregionaler Strahlkraft. Orte wie die Häselburg wirken durch ihre Verbindungen vor Ort: Sie bringen unterschiedliche Menschen und gesellschaftliche Bereiche zusammen, öffnen Räume für Begegnung und schaffen Möglichkeiten, das Zusammenleben gemeinsam zu gestalten.
Damit greift der Beitrag ein Thema auf, das auch für uns wichtig ist. Gerade in kleineren Städten und ländlichen Räumen sind solche Kulturorte ein wesentlicher Teil der kulturellen und demokratischen Infrastruktur. Damit sie diese Aufgabe dauerhaft erfüllen können, brauchen sie verlässliche Unterstützung.
Die Häselburg ist Mitglied der LAG Soziokultur Thüringen.


