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02.07.2026

Aktuelles, Praxis

Warum kommt ihr nicht?

Das Zollhaus Leer fragt sein Publikum nach den Gründen für ausbleibende Besuche

Das Zollhaus Leer hat sein Publikum gefragt, warum Veranstaltungen nicht oder nur selten besucht werden. An der über Instagram verbreiteten Umfrage beteiligten sich 990 Menschen.

Als Hürden nannten die Befragten unter anderem fehlende Zeit, unbekannte Künstler*innen, knappe finanzielle Mittel und den Wunsch, Veranstaltungen nicht allein zu besuchen. Bei Konzerten mit weniger bekannten Acts könnten vor allem persönliche Empfehlungen, Hörbeispiele, klare Angaben zum Musikstil und eine Begleitung zum Besuch motivieren.

Aus den Ergebnissen hat das soziokulturelle Zentrum verschiedene Lösungsansätze entwickelt. Dazu gehören ein Soli-Ticket-Fonds für Menschen, die sich den Eintritt nicht leisten können, Möglichkeiten zur Verabredung mit anderen Besucherinnen sowie mehr Informationen zu Künstler*innen und Veranstaltungsformaten. Auch eine stärkere Abstimmung der Veranstaltungszeiten mit dem öffentlichen Nahverkehr wird erwogen.

Über die Umfrage und den Umgang des Zollhauses mit dem Publikumsschwund haben der NDR Kultur und Deutschlandfunk Kultur berichtet. Im Beitrag von Deutschlandfunk Kultur ordnet Georg Halupczok, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Soziokultur, das Beispiel in die Arbeit soziokultureller Zentren ein. Diese seien nicht nur Veranstaltungsorte, sondern auch Orte für kulturelle Bildung, Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Diskussion. Zugleich verweist er auf die Notwendigkeit einer auskömmlichen Finanzierung.

Zu den Beiträgen

Deutschlandfunk Kultur: „Leere Säle – was ein ostfriesisches Kulturhaus gegen den Publikumsschwund unternimmt“

NDR Kultur: „Warum kommt ihr nicht? Kulturhaus wirkt Publikumsschwund entgegen“

 

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