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11.11.2025

Aktuelles, Netzwerk

Mitgliederversammlung der Kulturpolitischen Gesellschaft setzt Zeichen

Prof. Dr. Markus Hilgert ist neuer Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft

Seit dem 8. November 2025 steht die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) unter neuer Führung. Die 20. Ordentliche Mitgliederversammlung wählte Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident der Universität der Künste Berlin, an die Spitze des Verbandes. Er folgt auf Dr. Tobias J. Knoblich, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur, der den Verband seit 2018 leitete.

An Hilgerts Seite wirken künftig Carmen Emigholz, Staatsrätin für Kultur der Freien Hansestadt Bremen, und Andreas Bialas MdL, kulturpolitischer Sprecher der SPD im nordrhein-westfälischen Landtag, als Vizepräsident:innen. Jasmin Vogel, Vorständin der Kulturforum Witten AöR, übernimmt das Amt der Schatzmeisterin und löst Kurt Eichler ab, der die Finanzaufsicht des Verbands über 25 Jahre hinweg ehrenamtlich verantwortete.

Programmatischer Aufbruch

In seiner Antrittsrede skizzierte Markus Hilgert zentrale kulturpolitische Schwerpunkte seiner Präsidentschaft:
die Sicherung künstlerischer Existenz und Teilhabe, die Verteidigung von Vielfalt, die Förderung kultureller Nachhaltigkeit, Bildung und Demokratie, die Neubewertung kultureller Infrastrukturen sowie die Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken von KI. Ein weiterer Fokus liegt auf internationaler Vernetzung und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten tiefgreifender Umbrüche.

Konkret regte Hilgert die Einrichtung einer ständigen AG „Forum Freie Szene und Soziokultur“ zur sozialen Absicherung der Akteur:innen sowie die Gründung eines Länderbeirats an, um die Regionalgruppen des Verbands stärker einzubinden. Zudem soll die Arbeit am neuen Grundsatzprogramm der KuPoGe weiter vorangetrieben werden.

Ein besonderes Anliegen formulierte Hilgert mit Blick auf die Resilienz in Kunst und Kultur: Eine geplante Task Force soll sich künftig mit Fragen der künstlerischen Freiheit und der politischen Unabhängigkeit kultureller Institutionen und Initiativen befassen.

„In all dem verstehe ich die KuPoGe als Brückenbauerin – zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik, zwischen Institutionen und freier Szene, zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Sie kann und muss Räume öffnen, in denen Vertrauen und Zusammenhalt wachsen und nicht nur Zuständigkeiten verhandelt werden.“ Markus Hilgert, Präsident KuPoGe

Neue Doppelspitze in der Geschäftsführung

Auch in der Geschäftsleitung gibt es Veränderungen: Ab Januar 2026 wird Catalina Rojas Hauser die Position der Hauptgeschäftsführerin übernehmen. Gemeinsam mit Ulrike Blumenreich, die die Leitung des Instituts für Kulturpolitik innehat, bildet sie künftig die neue Doppelspitze der Kulturpolitischen Gesellschaft.

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