Am 28. April 2026 wurde in der Halle 424 im Oberhafen der 23. Hamburger Stadtteilkulturpreis vergeben. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Wie wollen wir erinnern?“ des Salon International e.V. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Wie wollen wir erinnern?“ des Salon International e.V.
Das partizipative Projekt aus dem Stadtteil Jenfeld setzt sich gemeinsam mit Nachbarschaft, Künstler*innen und Expert*innen mit Fragen von Erinnerung, Kolonialgeschichte und gesellschaftlicher Perspektive auseinander. Es schafft Räume für Dialog und macht Geschichte im lokalen Kontext erfahrbar.
Die Jury würdigte insbesondere den Ansatz, historische Themen mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen zu verbinden und niedrigschwellige Zugänge zur Auseinandersetzung mit Geschichte zu eröffnen. Künstlerische Formate übersetzen dabei komplexe Inhalte in zeitgemäße Ausdrucksformen und binden unterschiedliche Perspektiven ein.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für lokale Kulturarbeit in Hamburg und macht die Qualität und Vielfalt stadtteilkultureller Praxis sichtbar.
Neben dem Gewinnerprojekt wurden neun weitere Initiativen als Finalist*innen nominiert. Der Publikumspreis ging an den Audio-Walk „Voices of Bahrenfeld“, bei dem Schülerinnen ihren Stadtteil aus eigenen Perspektiven erzählen.
Organisiert wird der Wettbewerb von unserem Landesverband STADTKULTUR HAMBURG.


