standard-logo

12.06.2026

Förderung, Kulturpolitik

Bundesschallschutzprogramm: 43 Projekte ausgewählt

Mehrere Mitgliedseinrichtungen unter den Geförderten

43 Musikclubs und Festivals erhalten im Rahmen des Bundesschallschutzprogramms Unterstützung für Maßnahmen zur Reduzierung von Schallemissionen. Das Pilotprogramm wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit insgesamt drei Millionen Euro finanziert und durch die Initiative Musik in Zusammenarbeit mit der LiveMusikKommission umgesetzt.

Ziel des Programms ist es, Nutzungskonflikte zwischen Veranstaltungsorten und Anwohner*innen zu entschärfen und den langfristigen Fortbestand von Musikclubs, Festivals und Kulturorten zu sichern. Gefördert werden bauliche, technische und kommunikative Maßnahmen zur Reduzierung von Schallemissionen.

Großer Bedarf an Unterstützung

Die Nachfrage nach dem Programm war groß: Insgesamt gingen 136 Interessensbekundungen ein. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden 43 Projekte für eine Förderung ausgewählt.

Die ausgewählten Clubs und Festivals verteilen sich auf städtische und ländliche Regionen. Geplant sind vor allem bauliche Maßnahmen im Innen- und Außenbereich sowie Investitionen in Beschallungstechnik und weitere Maßnahmen zur Verringerung von Schallemissionen.

Soziokulturelle Einrichtungen unter den Geförderten

Unter den geförderten Projekten befinden sich auch mehrere Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur beziehungsweise seiner Landesverbände. Dazu zählen die Altstadtschmiede in Recklinghausen, das Kulturzentrum BÜZ in Minden, das Café Wagner in Jena, Gerberstraße 3 in Weimar, Siebenhitze in Greiz sowie das hEimWeRTs-Festival in Brandenburg an der Havel.

Kulturelle Infrastruktur langfristig sichern

Die Förderung soll den ausgewählten Einrichtungen ermöglichen, bauliche, technische und kommunikative Maßnahmen umzusetzen, um bestehende Konflikte zu entschärfen und ihre kulturelle Arbeit langfristig abzusichern.

Mit dem Bundesschallschutzprogramm wird erstmals auf Bundesebene erprobt, wie gezielte Investitionen in Schallschutzmaßnahmen zur Sicherung kultureller Infrastruktur beitragen können. Die Erfahrungen der geförderten Projekte sollen ausgewertet und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit untersucht werden.

Weitere Informationen und die vollständige Liste der geförderten Projekte veröffentlicht die Initiative Musik auf ihrer Website.

Ähnliche Artikel

 

23.10.2026

Kulturpolitik, Landesverbände

Freie Kulturarbeit in Thüringen unter Druck

Thomas Putz von der LAG Soziokultur Thüringen sieht im Gespräch mit dem Kultur- und Veranstaltungsmagazin t.akt die freie Kulturarbeit im Land unter Druck. Einrichtungen kämpfen mit Kürzungen, unsicheren Förderstrukturen und politischen Angriffen. Der Eindruck sei, dass die aktuelle Landesregierung dem [...]

Mehr lesen
 

20.10.2026

Kulturpolitik, Studie

Studie: AfD setzt zivilgesellschaftliche Träger gezielt unter Druck

Eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie der Hochschule Neubrandenburg und des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena untersucht, wie die AfD parlamentarische Instrumente nutzt, um Einfluss auf die Soziale Arbeit und zivilgesellschaftliche Strukturen zu nehmen. Dafür hat ein Forschungsteam [...]

Mehr lesen
 

15.10.2026

KI, Kulturpolitik

Bund und Länder vereinbaren Eckpunkte für Kultur und KI

Beim 25. Kulturpolitischen Spitzengespräch in Berlin haben sich Bund und Länder auf das Eckpunktepapier „Fortschrittsagenda Kultur + KI“ und damit auf einen gemeinsamen Rahmen für ihre weitere kulturpolitische Zusammenarbeit im Bereich Künstlicher Intelligenz verständigt. Ziel ist es, den Kultursektor zu [...]

Mehr lesen